Azubis beraten Azubis im Beruflichen Schulzentrum Amberg

Am 06. Juli 2015 war es wieder soweit: die Bankfachklasse WBA11 startete bereits zum elften Mal das Projekt „Azubis beraten Azubis“ unter der Leitung der Klassenlehrerin Claudia Fröhlich. Alle Auszubildenden der Sparkasse Amberg-Sulzbach, der Uni Credit Bank AG, der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg eG, der Raiffeisenbank Auerbach-Freihung eG und der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg eG freuten sich auf das Projekt. Die Schüler teilten sich in Teams mit jeweils zwei Personen auf. In der dritten und vierten Schulstunde der Tage von 06. bis 10. Juli wurden für jedes Team zwei Schüler eingeladen. Die angehenden Bankkaufleute hatten dann die Gelegenheit in einer Stunde selbst einen Kunden zu beraten und in der anderen Stunde dem Teampartner mit Hilfe eines Bewertungsbogens ein Feedback zu geben.

Der Aufbau:

Eine Woche bevor das Projekt startete begann für uns der große Aufbau: wir organisierten unsere VR-Schalter, schafften Stellwände heran, trugen Kickerkasten und Torwand herbei, verteilten Flyer, Plakate und Süßigkeiten und stellten Pflanzen auf. Wir hatten ein Zimmer das nahe der Aula gelegen war zur Verfügung um dort unsere Beratungsecken aufzubauen. Diese dienten als gemütliche Sitzplätze an denen unsere Kunden beraten wurden.

Montag, Tag 1:

Am Montag, den 06.07.15 warteten wir in der 3. Schulstunde gespannt auf unsere gleichaltrige Kundschaft. Eingeladen waren die Schüler der 9. Klasse der städtischen Wirtschaftsschule, sowie Schüler des Beruflichen Schulzentrums Amberg. Die Schüler konnten sich bei uns über Girokontomodelle, monatliches Sparen, Vermögenswirksame Leistungen, Bausparen und über die Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit informieren. Ebenso konnten sie auch individuelle Fragen stellen. Nach dem Beratungsgespräch gab es für die Schüler kleine Geschenke, wie z.B. Stifte und Schlüsselanhänger. Jeder Schüler hatte die Möglichkeit an einem Gewinnspiel teilzunehmen und dabei sein Wissen rund um das Thema Geld zu testen. Außerdem konnten sie Kicker, Basketball und Fußball spielen. So kam es, dass zwei Schulstunden wie im Fluge vergangen sind und der erste Beratungstag schon vorbei war.

Dienstag, Tag 2:

Wie auch schon am Montag fanden heute wieder Beratungen in der dritten und vierten Schulstunde der Berufsschule Amberg statt. Zudem waren heute unsere Vorstände Herr Paintner und Herr Reindl, sowie der Ausbildungsleiter Herr Gebhardt zu Besuch, die sich selbst ein Bild vom Erfolg der Veranstaltung machen wollten. Heute waren keine Berufsschulklassen zu Gast sondern zwei Klassen der Wirtschaftsschule. Die Schüler zeigten sich sehr begeistert davon, was man ihnen in den Beratungen näher brachte. Viele nahmen aber auch das Programm, das ihnen in der Aula der Berufsschule geboten wurde wahr, wie z.B. den Kickerkasten oder das Gewinnspiel das am Schalter auslag. Der Dienstag war, ebenso wie der Montag, ein erfolgreicher Tag, was sowohl Ausbildungsleiter als auch Vorstand bestätigten.

Mittwoch, Tag 3:

Am Mittwoch der „Azubis beraten Azubis-Woche“ lief es im großen und ganzen genauso ab wie an den Vortagen. Es war eine Klasse der Wirtschaftsschule und eine Klasse der Berufsschule zur Beratung erschienen. Eine Besonderheit des heutigen Tages war, dass zwei Auszubildende eine Beratung auf Englisch mit einer Berufsschullehrerin führen durften. Diese meisterten die Aufgabe äußerst positiv und bekamen ein sehr gutes Feedback. Der Sinn solch einer Beratung steckt darin, sicherer im Umgang mit Englischen Kunden zu werden. Somit war auch der dritte Tag dieser spannenden Woche geschafft.

Donnerstag, Tag 4:

Am Donnerstag, den 4. Tag der Projektwoche, hatten wir noch einmal die Möglichkeit unser angelerntes Wissen über staatliche Förderung, monatliches Sparen sowie über Bausparen den Schülerinnen und Schülern der Wirtschafts- und Fachoberschule in Amberg in Beratungsgesprächen zu erläutern. Das besondere an diesem Donnerstag war unsere „Dienstkleidung“. Die gesamte Bankfachklasse kleidete sich nicht im klassischem Anzug oder Kostüm, sondern in traditioneller bayerischer Tracht. Auch unsere Lehrerin Frau Fröhlich lies es sich nicht nehmen an diesem Tag im Dirndl zu erscheinen. Über das positives Feedback der Schüler freuten wir uns natürlich als angehende Bankkaufleute sehr. Die Schüler durften uns jegliche Fragen über Bankgeschäfte stellen und dieses Angebot wurde auch reichlich angenommen. Im Großen und Ganzen war es ein sehr lehrreicher und informativer Tag, der uns die Möglichkeit gab mehr Übung und Sicherheit in Beratungsgesprächen für die Zukunft zu erlangen.

Freitag, Tag 5:

Am Freitag, den letzten Tag der Projektwoche, durften wir, wie an den Tagen zuvor, junge Kundschaft in den dritten und vierten Schulstunden über Bankgeschäfte informieren. Nach dem auch der letzte Kunde zufrieden unseren provisorischen Schalter verlassen hatte, halfen alle Auszubildenden der Bankfachklasse die einzelnen Schalter wieder aufzuräumen. Der Abbau der Schalter gestaltete sich mit Hilfe der Lehrer ziemlich kurzweilig und war schnell geschafft. Einige Schüler halfen Frau Fröhlich beim Verteilen der Gewinne die im Rahmen unseres Gewinnspiels verlost wurden. Durch die Zusammenarbeit wurden die Arbeiten die noch übrig waren sehr schnell und fließend verrichtet. Die vergangene Projektwoche war eine sehr interessante und lehrreiche Woche, die uns sehr hilfreich war im Umgang mit Kunden die in unserem Alter oder jünger waren. Bei Fragen half uns unsere Lehrerin Frau Fröhlich gerne weiter. Auch von ihrer Seite bekamen wir alle in positives Feedback über das sich jeder Azubi unserer Klasse freute.

Fazit:

Wie Sie bisher lesen konnten, waren diese Tage sehr spannend und abwechslungsreich. Da man tagtäglich die verschiedensten Beratungsgespräche führen durfte, konnte man zum einen das Gelernte aus der Schule in der Praxis vertiefen und zum Anderen mehr Erfahrung sammeln.

Die Projektwoche offenbarte uns somit ein zweiseitiges Training. Dabei wechselte man sich im Zweierteam mit dem Feedbackbogen für den aktuellen Berater ab. Nachdem der Berater dieses Gespräch beendete, durfte der Beobachter seine Erkenntnisse und sein Fazit dazu kundgeben. Bei diesem Vorgang bekommt der Berater eine wertvolle Meinung eines Beobachters zu seiner Beratung und kann Lücken für die Zukunft schließen. Gleichzeitig sieht der Fazitgeber gute Verhaltensweisen, Gestik, Mimik oder Erklärungen, die er dann im Nachgang für sein eigenes Beratungsgespräch verwenden kann. In diesem System konnte so jeder einmal am Tag den Berater trainieren, und zum anderen das Feedback geben. Von dieser Vorgehensweise profitieren somit beide Teampartner.

Des weiteren wird man in diesen Gesprächen zum spontanen Reagieren aufgefordert. Dadurch, dass so viele verschiedene Charaktere vor einem sitzen und jeder andere Vorstellungen von einem idealen Beratungsgespräch hat, muss der Berater durch informative und ausreichende Analyse für diesen Kunden die passende Lösung finden und diesen darüber informieren. Das stellt eine sehr gute Verbindung zum Schulstoff dar. Dadurch, dass man sich in der Schule auf die bevorstehenden Beratungen vorbereiten kann und in der Projektwoche eher spontan auf die verschiedenen Fälle reagiert, kann man beides sehr gut trainieren.

Nicht zu vergessen ist auch der Zusammenhalt der Klasse beim gemeinsamen Auf-und Abbau, der sehr harmonisch funktioniert hat und jeder dabei seinen Teil beisteuern konnte. Durch eine angenehme Verbindung von Spaß und Ernsthaftigkeit in den Beratungsgesprächen war das zum Ende eine sehr erfahrungsreiche Woche für uns als Klassengemeinschaft, die vor allem auch die Stimmung untereinander auflockern konnte.

Insgesamt war es eine tolle und einprägsame Erfahrung, die wir genau so auch an die nächsten Klassen empfehlen. Eine sehr gute Übung und gleichzeitig die Abwechslung zur Schule machen diese Projektwoche sehr wichtig.